04.12.2010 - 06.11.2011

Im Raum und aus der Zeit. Anna Viebrock – Bühnenbild als Architektur

Anna Viebrock – Bühnenbildnerin, Kostümbildnerin und Regisseurin – ist eine der renommiertesten, prägendsten und international erfolgreichsten Vertreterinnen ihrer Disziplin. In ihren Räumen, die fremd und vertraut zugleich wirken, kombiniert sie Elemente der Realität, so dass sie surreal erscheinen. Inspirationsquellen sind dabei alltägliche Gebäude und Interieurs vergangener Jahrzehnte, die Viebrock auf Reisen fotografiert und dokumentiert.

Die Ausstellung veranschaulicht anhand von 16 ausgewählten Inszenierungen – einige davon für Basel entstanden – den Prozess, der von den als Inspirationsfundus dienenden Fotos bis hin zum fertigen Bühnenbild führt. Eingesetzt werden dabei Architekturfotos aus dem Archiv von Anna Viebrock, Entwurfsskizzen, Bühnenbildmodelle und einzelne Elemente im Massstab 1:1. Mit Szenenfotos und Fotosequenzen, die der Architekturfotograf Walter Mair von den jüngsten Bühnenräumen Viebrocks angefertigt hat, wird den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit gegeben, die räumliche Wirkung der Bühnenbilder nachzuvollziehen.

Ein zweiter Teil der Ausstellung findet in der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern statt; thematisiert wird hier die Produktion Wozuwozuwozu  (Schauspielhaus Köln 2010).

Upcoming exhibitions

19.09.2026 - 03.01.2027

Tony Fretton: Practice

Vernissage: 18.9.2026, 19 Uhr

Das S AM Schweizerisches Architekturmuseum kündigt mit Freude die retrospektive Ausstellung PRACTICE mit ausgewählten Projekten des Architekten Tony Fretton (geb. 1945 in London) an. 1984 gründete er in London das Büro Tony Fretton Architects, das bis 2024 tätig war. Er hat zahlreiche Texte zur Architektur publiziert und unter anderem als Chair of Interiors Buildings and Cities an der Fakultät für Architektur der TU Delft und als Gastprofessor an der GSD Harvard, der ETH Zurich und der EPFL Lausanne Architektur gelehrt. Er lebt und arbeitet in London.

Frettons Bauten und Projekte werden im S AM in Texten, Fotografien und Zeichnungen präsentiert. Gemeinsam zeigen sie seine Praxis als stetige Reflexion über den Bestand im Umfeld auf, einschliesslich der sozialen, kulturellen und politischen Dimensionen der Stadt und ihrer Umgebung.