13.02. - 04.04.1993

Haus-Rucker-Co

1967 schlossen sich in Wien zwei junge Architekten, Laurids Ortner und Günther Zamp Kelp, mit dem Maler Klaus Pinter zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen unter dem Namen " Haus-Rucker-Co". Diese Gruppe, welche anfangs der siebziger Jahre auch ein New Yorker Studio unterhielt und in Düsseldorf ein Atelier bezog, fiel sofort auf durch Environments wie "Mind Expander" oder "Ballon für Zwei", Arbeiten, in denen sie die Grenzen der traditionellen Gattungen überschritten und zu einer gesamthaften Verknüpfung zwischen Kunst und Leben aufriefen.
Nun begannen sie sich auch zusammen mit Manfred Ortner einer "provisorischen Architektur" zu widmen, feierten mit ihren provokanten Entwürfen die Grossstadt, deren Härte, deren Brüche und Nahtstellen. Sie suchen nicht die Idylle im zeitgenössischen Leben, sondern thematisieren die problematischen Zonen der Städte.
1987 hat sich die Gruppe weitgehend aufgelöst, sich jedoch im Herbst 1992 zu einer Retrospektive in der Wiener Kunsthalle zusammengefunden, die Grundlage war für die Ausstellung im Basler Architekturmuseum.
Hier waren vor allem die Projekte und Bauten der letzten Jahre zu sehen, die grossen Entwürfe für Berlin, der Beitrag für die Documenta in Kassel (1987), aber auch Skizzen zum bekanntesten Werk von Haus-Rucker-Co, der Nike von Linz.

Bildbeschreibung: Günther Zamp Kelp und Ulrike Jehle  

Kommende Ausstellungen

09.05. - 30.08.2026

Groundwork

Vernissage: 8.5.2026, 19 Uhr

Eine Ausstellung des 
Canadian Centre for Architecture (CCA), Montreal

Wie lässt sich Architektur heute denken und praktizieren – angesichts sozialer Krisen und ökologischer Herausforderungen? Die Ausstellung ‹Groundwork› widmet sich dieser Frage und untersucht aktuelle Ansätze architektonischer Praxis. Im Zentrum steht eine Reihe von drei neuen Dokumentarfilmen, die vom Canadian Centre for Architecture (CCA) in Montreal produziert und ursprünglich in einzelnen Ausstellungen dort präsentiert wurden.