Frauen bauen Genossenschaften
18.30 – 20 Uhr
Ein moderierter Dialog mit Vertreterinnen des Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins (SGF), der Baugenossenschaft berufstätiger Frauen Zürich (BBF), der Wohngenossenschaft berufstätiger Frauen Bern (WBF) sowie der Wohnhotel-Genossenschaft.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden in verschiedenen Schweizer Städten Wohnprojekte, die alleinstehenden und berufstätigen Frauen erstmals ein unabhängiges Zuhause und eine selbstbestimmte Lebensweise ermöglichten. Daraus entwickelte sich ein Netzwerk von Frauengenossenschaften, das mit neuen Typologien von Klein- und Studiowohnungen, kollektiven Hauswirtschaftsmodellen und alternativen Fürsorgesystemen den gemeinnützigen Wohnungsbau massgeblich prägte.
Der Abend beleuchtet die Geschichte dieser Frauenwohnbewegung und ihre bislang kaum gewürdigten Erfolge. Zugleich wird nach der Rolle dieser Frauenwohnprojekte heute – fast 100 Jahre später – gefragt. Gemeinsam mit ihren Vertreterinnen diskutieren wir ihre Geschichten und Entwicklungen sowie die Veränderungen ihrer Funktion und gesellschaftlichen Relevanz bis in die Gegenwart. Ein zentrales Anliegen ist es zudem, den Austausch zu stärken und neue Allianzen zu bilden.
Der Abend beginnt mit einer Einführung von Nora Hochuli in die Geschichte der Frauenwohnbewegung. Anschliessend folgt eine Vorstellungs- und Diskussionsrunde unter der Moderation von Prof. Dr. Laura Hindelang (Universität Bern) mit:
Livia Wicki (Vorstand, Ressort Liegenschaften, SGF)
Claudia Waldvogel (ehemalige Bewohnerin und Präsidentin, WBF)
Carmen Rusch (Präsidentin, BBF)
Susanne Hirsch (Kunsthistorikerin, Wohnhotel-Genossenschaft)
Ort: S AM Schweizerisches Architekturmuseum (erster Ausstellungsraum), Steinberg 7, 4051 Basel
Eintritt: frei
Foto: Gosteli-Archiv, AGoF 338:9:33-04