08.06. - 11.08.2002

Raum sichten. Miriam Bäckström, Claudio Moser, Heidi Specker und Edwin Zwakman photographierten das Architekturmuseum

Für die Ausstellung «Raum sichten» wurden zwei Künstler und zwei Künstlerinnen eingeladen, die sich in ihrer bisherigen Arbeit im Medium Photographie mit Räumen beschäftigt haben, sich dem Gebäude des Architekturmuseums zu nähern. Mit der Auswahl einer jüngeren Generation wurde ein breites Spektrum der zeitgenössischen Photographie aufgefächert, in dem neben abstrakten, strukturellen Fragen, soziologische und medienspezifische Interessen im Vordergrund stehen. Heidi Specker (Berlin) verlieh den aus der Fassade des Architekturmuseums isolierten Fragmenten eine malerische und abstrakte Dimension, wobei sie im weissen Umraum die Körperlichkeit des Gebäudes mitschweben liess.

Miriam Bäckström (Stockholm) dagegen ging es um die museale Präsentation und deren Dokumentation. Meist wirkt in ihren Bildern die Realität inszeniert, unwirklich oder sogar unheimlich, denn die photographierten Räume sind menschenleer und sprechen dauernd von etwas Abwesendem. Edwin Zwakman (Amsterdam) verfährt genau umgekehrt, er photographiert gebaute Modellwirklichkeiten, die sich der Realität stärker anzunähern scheinen als die Wirklichkeit. Doch der seltsame Blickwinkel entlarvt die Wirklichkeit als schönen Schein, als Illusion, die wie im Kino durch das Filmset zustande kommt. Claudia Moser (Basel) nähert sich den Räumen physisch an, indem er sie, sei es mit der Photo oder mit der Videokamera, abtastet.  

Upcoming exhibitions

19.09.2026 - 03.01.2027

Tony Fretton: Practice

Vernissage: 18.9.2026, 19 Uhr

Das S AM Schweizerisches Architekturmuseum kündigt mit Freude die retrospektive Ausstellung PRACTICE mit ausgewählten Projekten des Architekten Tony Fretton (geb. 1945 in London) an. 1984 gründete er in London das Büro Tony Fretton Architects, das bis 2024 tätig war. Er hat zahlreiche Texte zur Architektur publiziert und unter anderem als Chair of Interiors Buildings and Cities an der Fakultät für Architektur der TU Delft und als Gastprofessor an der GSD Harvard, der ETH Zurich und der EPFL Lausanne Architektur gelehrt. Er lebt und arbeitet in London.

Frettons Bauten und Projekte werden im S AM in Texten, Fotografien und Zeichnungen präsentiert. Gemeinsam zeigen sie seine Praxis als stetige Reflexion über den Bestand im Umfeld auf, einschliesslich der sozialen, kulturellen und politischen Dimensionen der Stadt und ihrer Umgebung.