21.05. - 25.09.2016

André M. Studer. Vom Mass der Dinge

André M. Studer nimmt innerhalb der Schweizer Architektur nach dem Zweiten Weltkrieg eine bedeutende Sonderposition ein. Seine ausdrucksstarke, organische Formensprache ist von Frank Lloyd Wright inspiriert. Basierend auf harmonikalen Proportionstheorien entwickelte Studer seine eigene Auffassung einer ganzheitlichen Architektur. Prägende Persönlichkeiten wie Sigfried Giedion, Werner M. Moser oder Bernhard Hoesli bezeichneten ihn als einen der Begabtesten seiner Generation. 

Studer realisierte ab Mitte der 1950er Jahre mehrere bedeutende Sakralbauten sowie rund 30 Wohnhäuser, für die er meist auch die Interieurs und Möbel entwarf. Daneben entstanden Wettbewerbsbeiträge und Projekte für futuristisch anmutende Feriensiedlungen, grosse Wohnkomplexe und ganze Stadtplanungen, Kultur- und Spitalbauten sowie für eine grosse Anzahl von katholischen Kirchen. Als Individualist wahrte er Distanz zu den tonangebenden Architektennetzwerken; einer breiteren Öffentlichkeit blieb er vergleichsweise unbekannt. Ende der Achtzigerjahre zog er sich aus dem Architekturgeschehen zurück, löste sein Architekturbüro auf und verschrieb sich der Spiritualität.

Eine Koproduktion mit dem Archiv des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich

Ausstellungsunterstützer:
Unterstützt durch den Swisslos-Fonds des Kantons Aargau
Unterstützt vom Kanton Zug
Gemeinde Riehen 

Begleitprogramm

26.05.2016, 18 Uhr: Öffentliche Führung
05.06.2016, 14 Uhr: Öffentliche Führung
12.06.2016, 14 Uhr Exkursion: Lassalle – Haus 
16.06.2016, 18:00: Öffentliche Führung
22.06.2016 10–12 Uhr: Mittwochs-Matinée im S AM
26.06.2016 ab 11 Uhr: Kinderworkshop : Brett, Steg, Saite – Wie baut man ein Monochord?
30.06.2016 19 Uhr: Gespräch: Markus Wespi und Hubertus Adam 
14.07.2016, 18 Uhr: Öffentliche Führung
28.07.2016, 18 Uhr: Öffentliche Führung
11.08.2016, 18 Uhr: Öffentliche Führung
18.08.2016 19 Uhr: Führung: Das gta Archiv und der Nachlass von André M. Studer mit Daniel Weiss
25.08.2016, 18 Uhr: Öffentliche Führung
27.08.2016 ab 11 Uhr: Exkursion: Kirche St. Elisabeth, Kilchberg; Wohnhaus Studer, Gockhausen; Kirche St. Andreas, Uster
28.08.2016, 14 Uhr: Öffentliche Führung
08.09.2016, 18 Uhr: Öffentliche Führung
15.09.2016 19 Uhr: Vortrag: Schweizer Architektur? Das Habitat Marocain von Hentsch und Studer in Casablanca, von Sascha Roesler 
18:09.2016, 14 Uhr: Öffentliche Führung
22.09.2016, 18 Uhr: Öffentliche Führung

Kommende Ausstellungen

28.08. - 31.10.2021

Mock-Up

Vernissage: 27.8.2021, 19 Uhr

In der Architektur ist ein «Mock-up» ein materialechtes Modell im Massstab 1:1 von einer Fassade oder einem Gebäudeteil, das vor dem eigentlichen Bau gebaut wird, um einen Entwurf zu testen und vorzuführen. Die Ausstellung bringt eine fotografische Erkundung des Kanadiers David K. Ross und Beiträge von Architekturbüros zusammen, um die Rolle dieser Simulationen im Entwurfsprozess sowie ihren enigmatischen Reiz aus verschiedenen Blickwinkeln zu untersuchen.
 

Foto: David K. Ross, «Boltshauser Architekten, Sitterwerk, St. Gallen CH», aus der Serie «Archetypes», 2018 © David K. Ross

20.11.2021 - 24.04.2022

Beton

Vernissage: 19.11.2021, 19 Uhr

Lieben oder Hassen: Beton ist überall. Die Ausstellung untersucht dieses polarisierende Material und seine Rolle im Selbstbild der Schweiz. Dabei werden weitverbreitete Missverständnisse aufgeklärt und unerwartete Zusammenhänge aufgedeckt. Eine Koproduktion zwischen dem S AM und dem gta-Archiv, Zürich, den Archives de la construction moderne, Lausanne, sowie der Fondazione Archivio del Moderno, Mendrisio. 
 

Foto: Zementhalle von Hans Leuzinger (Architekt) und Robert Maillart auf der Landesausstellung von 1939 in Zürich, Courtesy ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv